Der Heilige Johannes von Nepomuk
Eine Statue vor der Peterswalder Kirche
Schutzpatron von Böhmen
Schutzpatron der Beichtväter
Schutzpatron von Brücken
Johannes von Nepomuk-Statue in Peterswald Juni 2011 [©Otto Storr] und eine Holzfigur an unbekanntem Standort
Ende des 17ten/ Anfang des 18ten JH entstand nicht nur in Peterswald eine Nepomukstatue, auch in Deutschland, so in Heidelberg, Ettlingen, Bregenz, Düsseldorf, Schwetzingen, etc. wurden Statuen zu Ehren des hl. Johannes v. Nepomuk errichtet.
Jan Nepomucký wurde um 1350 als Johannes Welflin oder Wolfflin in Pomuk bei Pilsen geboren. Am 20.3.1393 verstarb er in Prag. Er war ein böhmischer Priester und ein Märtyrer. 1721 wurde er vom Papst Innozenz XIII. selig und vom Papst Benedikt XIII. am 19.3.1729 heilig gesprochen.
Vermutlich entstammte Johann Nepomuk einer deutsch-böhmischen Familie. Er wuchs in Pomuk auf. Sein Vater war dort von 1355 bis 1367 als Richter tätig.
Für Johann begann eine glänzende Karriere:
· 1369 - kaiserlicher Notar im Erzbistum Prag.
· Bis 1383 nutzte er u.a. die Titel: Notarius, Prothonotarius cancellarie und domesticus commensalis.
· 1380 - zum Priester geweiht und erhielt den Titel: Altarpriester
· Danach wurde er Pfarrer in der Wenzelskirche.
· Jurastudium an der Uni in Prag (1381) und Padua (1383-1387)
· 1387 – Promotion
· 1389 - Kanoniker und Anwalt des Vysehrader Kapitels.
· 1389 – im September ernannte ihn der Prager Erzbischof Johann von Jenstein zu einem seiner beiden Generalvikare.
· 1390 – Amt des Erzdiakons von Saaz
Um 1390 kam es zu einer Feindschaft zwischen König Wenzel IV. und Erzbischof Johann von Jenstein. Es ging u.a. um die Ernennung von Bischöfen und hohen kirchlichen Ämtern. Johann v. Jenstein verlangte eine Klärung der kirchenrechtlichen Verhältnisse, dabei ging es auch um die Unterdrückung der Kirche und des Klerus. Der König beabsichtigte, den kirchlichen und wirtschaftlichen Einfluss des Bischofs künftig zu schmälern. Als nach dem Tod des Kladrauer Abtes Racek der königliche Kandidat Wenzel Gerard von Burenitz zum Nachfolger und ersten Bischof des neuen Bistums Kladrau gekürt werden sollte, nutzten die Mönche die Abwesenheit des Königs um ihren Mitbruder Olen zum Abt zu ernennen. Der bischöfliche Generalvikar Johannes von Nepomuk bestätigte sehr zügig innerhalb von 3 Tagen am 10.3.1393 die Wahl. Der König konnte aufgrund seiner Abwesenheit die Einspruchfrist nicht einhalten.
Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzungen wurde Johannes von Nepomuk verhaftet, gefoltert und schließlich von der Karlsbrücke aus in der Moldau ertränkt. Der Leib des im Wasser Treibenden soll dann
von 5 Flammen umsäumt gewesen sein, weswegen Johannes von Nepomuk oft mit 5 Sternen um seinen
Kopf abgebildet wird. Der Bischof ließ ihn im Prager Veitsdom bestatten und schon kurze Zeit später setzte seine Verehrung als Märtyrer ein, auch wenn die Heiligsprechung durch die Kirche erst Jahrhunderte später erfolgte.
Der Legende nach soll seine Heiligsprechung aber daher rühren, dass er sich weigerte, das Beichtgeheim-
nis zu brechen. Demnach habe Johannes dem König nicht preisgeben wollen, was dessen von Wenzel der Untreue verdächtigte Ehefrau ihm anvertraut habe. In der Folge habe ihn der König foltern und ins Wasser stürzen lassen.
Nepomuk´s Begräbnisstätte im Veitsdom wurde im 17ten JH von Joseph Emanuel Fischer von Erlach im Stil des Hochbarock neu gestaltet. Das kunsthistorische Hochgrab besteht aus 16,5 Tonnen Silber.
Gestiftet wurde die Statue in Peterswald „von einem neuen Besitzer der Post, als diese noch Privateigentum war“. Im Kirchenbuch wurde dem Erschaffer eine „gute Arbeit aus Stein in Lebensgröße“ attestiert. Gestanden hatte die Statue ursprünglich „neben der 6. Straße in der Mitte des Dorfes.“ Beim Warenhaus Kliem.
Quelle: Wikipedia 

Renate v. Babka August 2011